Peter Hochreutener
Paradiesweg 17
9403 Goldach

t: 071 841 38 25
m: 079 564 02 25

pnhochreutener@bluewin.ch
Saentis vidita de Chaeserugg 825 Kopie


SAM 0174


Tobias Bärtschi – handwerklicher Alphornbauer und begnadeter Musiker

In Schweizer Handarbeit entstandene Alphörner überzeugen durch reinen Klang,
schöne Form und Langlebigkeit. Einer, der Hörner noch in der traditionellen Art
herstellt, ist Tobias Bärtschi in Kriens, gelernter Kunstschreiner und Restaurator.
Wer in Kriens hinauf geht oder fährt zur Pilatus-Bahn, übersieht bestimmt nicht das
Schaufenster mit Miniatur-Alphörnern als Souvenirs, einem traditionelle Alphorn und vielem
mehr am Fusse der Bahn auf der linken Seite. So können die vielen Touristen beim
Vorbeigehen einem Besuch der Werkstätte von Tobias Bärtschi nicht widerstehen. Ein
handgefertigtes, geschnitztes Schild verrät, dass es sich um einen ausgesprochenen
Kunsthandwerker handeln muss.
Tobias Bärtschi ist nicht nur ein exzellenter Alphornbauer; er spielt das Naturinstrument
auch als begnadeter Musiker. Er beherrscht auch Posaune, Bariton oder Naturtrompeten wie
selten einer seines Handwerkes. Als Militärtrompeter, Orchester-Musiker und Solist ist
Bärtschi mit seiner hochstehenden Spiel- wie Blastechnik im In- und Ausland bekannt und
beliebt. Sein Musikatelier besuchen oft Profimusiker aller Stilrichtungen, z.B. aus Russland,
Japan, den USA oder bis nach Australien, welche auf die in jeder Hinsicht zur Spitzenklasse
gehörenden Bärtschi-Alphörner setzen.
Als einziger gelernter Kunstschreiner und Restaurator unter den Alphornbauern kann Tobias
Bärtschi je nach Wunsch ein bleibendes Unikat schaffen, indem er in das Alphorn eine
einmalige Intarsie einarbeitet, z.B. ein Familienwappen oder ein Bergsujet. Dieses Bild wird
aus bis zu zweihundert Teilchen von unterschiedlichen Hölzern in wenigen
Zehntelmillimetern Dicke hergestellt, ohne dass dabei die hochstehende Qualität leidet.
Diese mehrstündige, heikle Arbeit braucht viel Geduld, weil die Intarsie unter Dampf
gebogen und haargenau eingelegt werden muss.
Für den Bau der Alphörner seiner Spitzenklasse verwendet Tobias Bärtschi das als
Haselfichte bekannte Klangholz aus dem Melchtal. Dieses ist auf einer Höhe von ca. 1300 bis
1400 Metern über Meer langsam gewachsen, während 400 bis 500 Jahren, und eigenet sich
am besten für anspruchsvolle Instrumente. Bevor es verarbeitet werden kann, muss das Holz
aber pro Zentimeter Dicke rund ein Jahr lang sehr langsam getrocknet werden, wobei die
Luftfeuchtigkeit stabil sein muss.